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23.03.2019 um 08:12:42


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Batterie-Gasturbine Hybridspeicher TWL (Gelesen: 1494 mal)
Andreas Bach
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Batterie-Gasturbine Hybridspeicher TWL
11.12.2018 um 08:19:00
 
Technische Werke Ludwigshafen TWL betreibt Batteriespeicher mit einer SOLAR Gasturbine
Aufgrund der witterungsbedingt schwankenden Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien können vermehrt Spannungs- und Frequenzschwankungen im Stromnetz auftreten, die durch den Einsatz von Primär- und Sekundärregelenergie ausgeglichen werden. Primärregelenergie muss dabei innerhalb von 30 Sekunden verfügbar sein; Sekundärregelenergie innerhalb von fünf Minuten.
Gasturbinen, wie sie vielerorts zur Verfügung stehen, sind in der Regel nicht in der Lage, Primär- und Sekundärregelenergie zu wirtschaftlichen Konditionen bereitzustellen, da sie eine Anfahrtszeit von rund 15 Minuten haben.
Die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) haben eine Gasturbine in ihrem Fernheizkraftwerk mit einem Batteriespeicher ausgestattet, der innerhalb des geforderten Zeitrahmens Regelenergie bereitstellen kann. Der Lithium-Ionen-Speicher arbeitet im Zusammenspiel mit der Gasturbine wie ein Energie-Cache. Während die Gasturbine hochfährt, liefert der Batterie-Speicher ohne Zeitverzögerung die Regelenergie ins Stromnetz. Nach dem Hochfahren übernimmt die Gasturbine die Produktion der Regelenergie, während der Batteriespeicher wieder aufgeladen wird. Die Leistungsfähigkeit des Batteriespeichers wurde dazu auf die Leistung der Gasturbine abgestimmt.
Die Steuerung der Systemdienstleistung »Regelenergie« übernimmt ein durch TWL entwickelter Balance Power Controller. Diese Software bildet die Schnittstelle zwischen der Stromerzeugung, dem Übertragungs- und Verteilnetz sowie den Regelenergievermarktern unter Berücksichtigung des Fahrplanmanagement.

Wirtschaftliche Bedeutung

Die TWL nutzt die Kombination aus Batterie und Gasturbine, um auf dem Strommarkt zu wirtschaftlichen Konditionen die hochwertige Systemdienstleistung der Frequenzhaltung anzubieten. Die Integration des Batteriekraftwerks in die übrige Infrastruktur der  TWL ermöglicht zudem die Vermarktung von Flexibilität. Diese Vermarktung wird innerhalb eines Bundesforschungsprojektes DESIGNETZ erprobt.
Langfristig plant die TWL einen wirtschaftlichen Fernheiz- und Regelenergiebetrieb für ihre Privat-, Industrie- und Gewerbekunden. Dazu soll die Batterie-Gasturbine im Fernheizkraftwerk unter anderem mit drei Dampfturbinen, einer Power-to-Heat-Anlage sowie einem Wärmespeicher kombiniert werden.
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Andreas Bach

Leiter Großanlagen Fernheizkraftwerk
TWL AG
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